Informationen zum Kirchgeld
   

Letzte Aktualisierung: Dienstag, 13. Dezember 2011 

   


Situation unserer Gemeinde (März 2011)

Für mich als Pfarrer der Gemeinde ist es nun das letzte Mal, ein Resümee über die äußere Lage unserer Gemeinde zu formulieren. Dabei gehen meine Gedanken auch etwas weiter zurück.

21 Jahre nach der friedlichen Revolution können wir auf die zurückliegenden Jahre nur mit größter Dankbarkeit blicken. Die äußeren Verhältnisse unserer Gemeinde sind gefestigt und verdanken sich einer inneren Festigkeit, die aus dem Glauben und der Zuversicht unserer Gemeindeglieder kommt. So ist vor und über allem der Dank an Gott gerichtet, der uns mit seinem Heiligen Geist den Glauben und die Hoffnung erhalten hat und weiter erhalten möge für alle Zeit.

Wenn wir die äußeren Verhältnisse betrachten, so standen wir 1990 vor einer schwierigen Situation als Erbe der DDR-Zeit: Der Bauzustand des Pfarramtes, Pillnitzer Landstr. 8, war ruinös, das Pfarrhaus, Pillnitzer Landstr. 9, war ebenfalls in einem schlechten Zustand, das Kirchgemeindehaus, Grundstraße 36, war und ist ein dauerhaftes Objekt von Dachsanierungen und Reparaturmaßnahmen aller Art, weitere Gebäude waren alle in einem verschlissenen Zustand.

Und: Wir begannen mit dem Wiederaufbau der Kirche.

Diese im Rückblick übermächtig erscheinende Baulast und Bauaufgabe hat aber so viele Menschen unserer Gemeinde und auch außerhalb beflügelt, mitzumachen, zu spenden, sich Gedanken zu machen über die jeweils besten Lösungen und einfach voller Hoffnung und Energie alles zu begleiten, dass wir jetzt staunend sehen: alle unsere zentralen Gemeindegebäude, allen voran die Kirche, sind in einem sehr guten Zustand, bieten vielen Gruppen und Kreisen gute Möglichkeiten für die Gemeindearbeit. Einzig das Kirchgemeindehaus bleibt noch eine große Aufgabe der Sanierung für die Zukunft.

Wir konnten angesichts großer Kreditaufnahmen für gewaltige Baumaßnahmen und entsprechenden Tilgungslasten nur langsam zu einer Konsolidierung des Haushaltes gelangen, sind aber jetzt um so dankbarer, dass durch den Verkauf eines gemeindeigenen Wohnhauses, das für die Gemeindearbeit keine Funktion mehr besaß (im Unterschied zu den DDR-Zeiten, da Wohnraum für kirchliche Mitarbeiter von großer Bedeutung war) und durch die große Bereitschaft der Gemeinde zur finanziellen Mitverantwortung eine solide Basis entstanden ist, auf deren Grundlage wir die entscheidenden Aufgaben der Verkündigung zuverlässig gestalten können.

Dazu gehört ganz zentral, dass wir den Zusammenlegungen von Gemeinden und allen mit ihnen verbundenen Kürzungen erfolgreich begegnen konnten: Die Kürzung der Pfarrstelle auf 75 % wurde durch Spenden und Erträge der 2004 gegründeten Stiftung bald wieder zu einer vollen Pfarrstelle ausgeglichen. Die Kantorenstelle konnten wir trotz großen Spardruckes mit 70% erhalten, um die reiche kirchenmusikalische Arbeit nicht zu gefährden. In der Kinderarbeit blieben drastische Kürzungen aus.

Bedeutsam ist auch, dass wir mit unserer Kanzlei ein wichtiges Organisations- und Kommunikationszentrum erhalten konnten, in dem viele Fäden der Gemeindearbeit zusammenlaufen. Viele Gemeinden mussten hier besonders Einschränkungen auf sich nehmen, da durch die Einrichtung von zentralen Kassenstellen und - damit verbunden - geringeren Zuweisungen überall Mitarbeiter eingespart wurden. Wir gehören als einzige Dresdner Gemeinde zu denen, die bisher erfolgreich Widerstand leisten konnten. Es lag und es liegt uns am Herzen, auch weiterhin alle Verwaltungsvorgänge weiterhin mit einem menschlichen Gesicht und vertrauten Ansprechpartner zu gewährleisten.

Dank eines großen ehrenamtlichen Engagements werden viele Aufgaben und Dienste in der Gemeinde realisiert.

Es bleibt für uns das große Anliegen, die Selbständigkeit unserer Gemeinde für die Zukunft zu erhalten. Die rege Beteiligung so vieler Menschen am Gemeindeleben und auch die hohe Bereitschaft, durch finanzielle Beiträge die gemeindliche Arbeit zu unterstützen und in der Stiftung eine feste Säule der Sicherung der Verkündigungsarbeit zu entwickeln, sind ein ermutigendes Zeugnis für den starken inneren Zusammenhalt und die daraus erwachsende Kraft, zukünftige Herausforderungen, wie die erneute Evaluierung (Bewertung) der kirchlichen Verhältnisse im Jahre 2013, zu bestehen.


Kirchensteuer

Wir möchten allen Mitgliedern unserer Gemeinde, die mit ihren Kirchensteuerbeiträgen das Leben der Kirche materiell stützen, von Herzen Dank sagen.

Unter dem Aspekt, der Kirche freiwillig anzugehören und in Freiheit als Christ zu leben, gewährleisten die Gemeindeglieder seit den Zeiten der Urgemeinde durch ihre finanziellen Beiträge die Stabilität des kirchgemeindlichen Lebens. In diesem Verhalten bezeugt sich der äußerst wichtige Gedanke der Solidarität: Die Stärkeren helfen den Schwächeren. In Deutschland, und natürlich auch in Sachsen, geschieht dies durch die zentral vereinnahmte Kirchensteuer.

Hier gibt es immer wieder kritische Stimmen, die in dieser Vereinnahmung durch die Finanzämter eine Verquickung mit dem Staat sehen. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Der Einbehalt der Kirchensteuer durch die Finanzämter stellt nur eine reine Dienstleistung für die Kirche dar. Die Gebühren, die die Kirche dafür an die Finanzämter entrichtet, sind minimal gegenüber einer selbständigen kirchlichen Steuererhebung durch eigene kirchliche Institutionen oder Ämter. 

Die Kirchensteuer geht stets in den Gesamthaushalt der Landeskirche ein.

Aus diesem Haushalt bekommen dann alle Gemeinden einen gleichen Betrag pro Gemeindeglied. Würde die Kirchensteuer von Gemeindegliedern nur der Gemeinde zufließen, der sie angehören, würde es sehr große Unterschiede geben etwa zwischen Gemeinden mit einkommensstarken Mitgliedern und Gemeinden mit Geringverdienern bzw. Arbeitslosen.

In diesem Sinne können wir uns darüber freuen, dass wir als „starke“ Gemeinde auch etwas dazu beitragen, dass in anderen sächsischen Kirchgemeinden, deren Lebenssituation wesentlich schlechter ist als die unsrige, kirchliches Leben stattfindet und kirchliche Mitarbeiter für die Menschen da sein können.


Kirchgeld 2011

Wir möchten besonders danken all denen, die in den ersten Monaten dieses Jahres schon ihren Kirchgeldbeitrag geleistete haben – ohne den Bescheid aus dem Pfarramt. Bisher sind 4.527 € eingegangen.

Sie haben uns geholfen, den Aufwand und die Kosten für die Erstellung und Überbringung der Bescheide zu reduzieren.

Parallel zu diesem Gemeindeblatt ergehen nun die verbleibenden Kirchgeldbescheide für dieses Jahr.

Kirchgeldtabelle


Dank für das Kirchgeld 2010

Wir danken allen Gemeindegliedern, die ihren Kirchgeldbeitrag entrichtet haben. Das Kirchgeld, auch Gemeindekirchensteuer genannt, verbleibt vollkommen in der Gemeinde und ist ein staatlich anerkannter Steuerbeitrag, der bei der Steuererklärung anerkannt wird.

Das Kirchgeld ist ein sehr starkes Indiz für die innere Verbundenheit eines jeden Gemeindeglieds zur Gemeinde. Deshalb sehen wir erneut mit großer Freude und Dankbarkeit, wie reichlich 70 % aller Gemeindeglieder, die entsprechend dem Kirchengesetz zum Kirchgeld verpflichtet sind, diesen Betrag auch entrichtet haben. Das Ergebnis gibt uns Anlass zu größter Dankbarkeit (s. Tabelle).

Auf diesem Fundament können wir alle unsere Arbeit weiter so fortsetzen und unser Bemühen verstärken, für einen jeden Menschen unserer Gemeinde da zu sein. Im Besonderen werden durch das Kirchgeld (noch) Anteile für die Pfarrstelle und für die Stellen in der Verwaltung, finanzielle Unterstützungen für die Familienarbeit und für die Betriebskosten unserer Kirche und des Pfarramtes finanziert. 

Wir hoffen zugleich, dass diejenigen, die aus verschiedensten Gründen bisher kein Kirchgeld entrichtet haben, sich bewusst machen, wie sehr ein funktionierendes Gemeindeleben auch von diesen Beiträgen abhängt.

Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Lochwitz

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Gemeindeblatt und Internet

Wie im vergangenen Jahr legen wir einen Zahlungsträger ein mit der Bitte um Mitfinanzierung unseres Gemeindeblättchens. Mit einem Jahresbeitrag von 6,- EUR
(für 6 Gemeindeblätter im Jahr) können wir die Druckkosten finanzieren.

Wir bitten Sie herzlich um diese Spende.

Landeskirchliche Kreditgenossenschaft
BLZ: 850 951 64
Konto-Nr.: 100 190 028
Kennwort: Gemeindeblatt

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