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Liebe Gemeinde, in diesen letzten Wochen des zu Ende gehenden Jahres sind wir wieder mehr Suchende und Fragende geworden. Was sich in der Folge der Terroranschläge alles ereignet hat an Angst und Irritation, ist - vor allem in den USA - so noch nicht durchlebt worden. Die militärischen Reaktionen der verbündeten westlichen Staaten haben viel Widerspruch hervorgerufen. Die Diskussion über Pazifismus oder begrenzte Gewaltanwendung als angemessener Reaktion auf Terrorismus hat viele Debatten in der Öffentlichkeit, aber auch im privaten Bereich zu schmerzhaften Kontroversen werden lassen. Obwohl wir als Kirche eine großartige Botschaft haben, spüren wir, dass wir sie neu durchdenken müssen. Der für uns selbstverständliche abendländisch-europäische Auslegungshorizont ist zu begrenzt, um die massiven Probleme der anderen Weltteile angemessen zu bedenken, bzw. unseren eigenen Anteil an den Problemen zu erkennen. Wenn wir im Advent auf das Licht schauen, dass "das Licht der Welt" ist, wenn wir seine Geburt im Stalle von Bethlehem feiern und singen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens, dann müssen wir daraus einen neuen Blick auf die g a n z e Welt gewinnen. Die so unterschiedliche Religiosität der Menschen auf unserer Erde fordert von uns auch eine andere Würdigung und Anerkennung als bisher. Wir stehen vor großen Herausforderungen. Gewiß dürfen wir aber sein, dass Gott uns in diesem Ringen um Gerechtigkeit und Geschwisterlichkeit aller Menschen begleitet, dass sein Gedanke die Versöhnung ist. Das wissen wir durch Jesus Christus. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein behütetes Neues Jahr! Im Namen der Mitarbeiter und Kirchvorsteher Ihr Pfr. Dietmar Selunka
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© 2001 |
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