| |
|
Fahrt nach Hirschfeld
Also jetzt haben wir uns verpflichtet, diesen Bericht von unserer Konfirmandenfahrt
zu schreiben, und da fangen wir einfach mal mit der Abfahrt an.
Freitag, 09.07.99:
Wir trafen uns am Nachmittag an der Schillerschule, um von dort mit
dem Fahrrad (was unser ständiger Begleiter werden sollte) zum Bhf.
Neustadt zu fahren. Dort angekommen stiegen wir mitsamt unseren Drahteseln
in die S-Bahn nach Tharandt. Unwissend von den Dingen, die uns erwarteten,
stiegen wir noch begeistert aus dem Zug und fuhren mit unserem Rad los.
Uns verging dann schon bald so langsam das Lachen, denn vor unseren
Augen schien ein endloser Aufstieg auf uns zu warten....
Nach ca. einer 3/4 Stunde erreichten wir schweißgebadet das Pfarrhaus
von Fördergersdorf. Dort nahmen wir eine leichte Erfrischung zu
uns , um uns für die nächste Herausforderung zu stärken.
Nichts ahnend fuhr die Mehrheit die von Herrn Selunka angeblich richtig
beschriebene Landstraße bergauf. Dort hielten wir uns ziemlich
lange an ein paar Kirschbäumen auf. Nachdem wir das Fehlen von
dreien von uns (unter anderem Herr Selunka) bemerkten, fragten wir nach
den Weg und radelten los. Im ständigen Wettkampf der Schnelligkeit,
Herr Selunka eventuell noch einzuholen, glaubten wir uns verloren zu
haben - mitten im Wald. Unser noch gebliebener Herr Dose machte sich
mit zwei mutigen Jungen auf die Suche um nach den Mädchen, die
wir verloren geglaubt hatten, welche aber mit Herrn Selunka mitgefahren
sind, zu suchen. So, nun standen wir da - im Wald alleine, in der Abenddämmerung.
Schlimme Sachen (näher wollen wir nicht ins Detail gehen) gingen
uns durch den Kopf. Als dann die drei Mutigen von ihrer Suche wiederkamen,
hatten wir bereits festgestellt, daß jene zwei Mädchen mit
Herrn Selunka mitgefahren sein mußten und so setzten wir unsere
Reise fort. So fragten wir uns weiter in Richtung Hirschfeld und lernten
uns gegenseitig ein bißchen kennen. Ein paar Kilometer vorm Ziel
kam uns ein strahlender Herr Selunka mit einem Auto entgegen, der uns
an einer Kreuzung wieder verließ und wir wieder nicht weiter wußten
- doch auch dieses Hindernis überwanden wir. Als wir dann mehr
oder weniger durch die Ziellinie schossen, mußten wir erst unsere
Zelte aufschlagen, bevor wir uns die Bäuche vollschlagen konnten.
Nach dem Abendbrot haben wir noch ein paar Lieder in der kleinen, süßen
Kirche angestimmt. Später blieb eine kleine Runde noch wach und
die anderen sanken vor Erschöpfung in Ihre "Betten".
Samstag, 10.07.99:
Am frühen Morgen - um genau zu sein 7 Uhr wurden alle auf dem Zeltplatz
auf mysteriöse Weise wach. Es waren doch bloß die Kirchenglocken,
die total laut 10 Minuten lang läuteten. Bis zum Frühstück
machte jeder das Seine, wobei die meisten doch noch einmal versuchten
einzuschlafen - was dann doch nichts genützt hat. Nach dem Frühstück
ging es ( natürlich mit dem Fahrrad) dann nach Nossen. Zuerst besichtigten
wir die Stadtkirche mit der historischen alten Rippe. Dann bekamen wir
ein bißchen Geld und eine Stunde Freizeit. Um unsere Verabredung
mit den Eltern und den "Senioren" der Gemeinde nicht zu verpassen fuhren
wir auf schnellstem Wege ins Kloster Altzella. Wir bereiteten alles
vor, d. h. Blumen pflücken, Tisch decken und unseren Gesangauftritt
einstudieren. Zuerst wurde eine Führung durch das Kloster - mit
unseren Gesangvorstellungen - gemacht. Danach folgte das Kaffeetrinken.
Auf diesem Wege möchten wir allen Eltern danken, die so viele leckere
Kuchen mitgebracht haben. Für Interessenten folgte eine Führung
durch den Kloster-Kräutergarten. Nachdem alle satt und glücklich
waren verabschiedeten wir uns auf den Weg in das erfrischende Bad. Das
Wasser tat uns allen gut, wobei ein paar von uns (unter anderem wir
zwei) gleich mal so nach einer 3/4 Stunde ihre Badeverwarnung erhielten
(Grund:----). Die Mutigen wagten sich in eine Achterbahnfahrt, die ihresgleichen
sucht. Unsere Abenteuerlust war nun gestillt und wir fuhren Richtung
Hirschfeld. Auf halber Strecke hielten wir noch an einer Eisdiele ,
um später fröhlich am Pfarrhaus anzukommen. Der restliche
Tagesablauf ähnelte dem ersten, nur die Tatsache, daß das
unser letzter Abend war, betrübte die Stimmung etwas. Der klare
Sternenhimmel macht uns traurig.
Sonntag, 11.07.99:
Nachdem Herr Selunka früh am Morgen jedem persönlich geweckt
hatte, packten wir unsere Sachen, überließen sie dem Herrn
Schnabe und radelten nach Meißen. Als wir in Meißen angekommen
waren, nahmen wir an einer Führung durch den Meißner Dom
mit anschließenden Gottesdienst teil. So, nun durften wir uns
wieder eine Stunde (mit Geld in den Taschen) selbst vergnügen.
Wir zwei testeten den "Meißner Fummel" (Gebäck)- welcher
NICHT zu empfehlen ist. Dem Abschied immer näher kommend fuhren
wir zum Bahnhof Meißen. Dort war die erste Verabschiedung im Anmarsch,
denn Herr Dose fuhr mit allen Jungs - bis auf Tobias Krug - mit dem
Fahrrad nach Dresden. Die anderen bevorzugten die leichtere Art. Wieder
in Dresden angekommen fuhren wir noch gemeinsam bis zum Schillerplatz,
Dort folgte dann die endgültige Verabschiedung. Manche hatten nun
neue Freunde an ihrer Seite. Alles in allem war es eine wunderschöne
und abenteuerliche Fahrt.
Danksagung:
Zuerst danken wir unserem Herrn Pfarrer - ohne ihn wären uns diese
Abenteuer vorbehalten worden. Danken möchten wir auch unseren Eltern,
die uns immer unterstützen und uns Kraft geben.. Der, dem wir wohl
am meisten danken müssen, ist Gott. Dafür, daß er uns
immer begleitet und beschützt hat. Auch einen riesigen Dankesgruß
bekommt die Gemeinde Hirschfeld und Co, die uns ihren Garten und Räume
zur Verfügung gestellt haben. Herr Schnabe sagen wir Dank dafür,
daß er unser Gepäck hin- und zurück gefahren hat. Und
dem lieben Herrn Dose, der uns nie im Stich gelassen hat und für
jeden Spaß zu haben war.
Katrin Gottschalk und Elisabeth Wenzel
|