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| C. Moser, K. Gottschalk, E. Wenzel |
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von Astrid Schönfeld |
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Mit Kaffee und Lausitzer Kleckselkuchen wurden wir freundlich begrüßt. Danach bezogen wir die hellen, bequem eingerichteten Zimmer. Traditionell stiegen wir auf den nahen Hutberg mit dem Altan und besuchten den Herrnhuter Friedhof. Nach dem liebevoll bereiteten Abendessen fanden wir uns in „unserem“ Tagungsraum zusammen und begannen damit, uns näher kennen zu lernen. Über das vorgeschlagene Programm für diese Tage berieten wir. An den Vormittagen wollten wir in der Bibel lesen unter dem Thema „In Glauben auf dem Weg“. Mit der Morgenandacht und dem Mittags- und Abendgebet sollten die Tage ihre Struktur erhalten. An den Nachmittagen und am ganzen Sonnabend waren Ausflüge im lieblichen Lausitzer Bergland und nach Richtung Bautzen vorgesehen. Jeweils nach dem Abendbrot blieb noch Zeit, über Glaubenswege in der Geschichte und in der Gegenwart zu sprechen. So lasen wir aus dem 2., dem 4. und dem 5. Buch Mose über das Leben des Mose, über den Auszug aus Ägypten, den Weg durch die Wüste, über die Verheißungen Gottes, die Enttäuschungen, das neue Vertrauen, das die Israeliten wagten mit der Erfahrung, Gott ist überall gegenwärtig. Pfr. Selunka erläuterte das Gelesene, und wir kamen lebhaft in gute Gespräche. Der Hebräerbrief (Kapitel 11) nimmt auf Mose Bezug und „Der Glaubensweg der Christen“ steht über dem 12. Kapitel. Das ließ uns sehr ernste Worte vernehmen. Pilgerwege Glaubenswege werden seitdem mit wenigen Unterbrechungen gegangen. Schon ab den ersten Jahrhunderten war Jerusalem das große Ziel. Heute pilgern Scharen von Menschen auf dem Jakobsweg nach Santiago di Compostella. Dazu kommt die wieder entdeckte Via regia. Deren Spuren suchten und fanden wir in der Lausitz (Weißenberg, Bautzen). Ein weiterer Film nahm uns mit nach Rom. Wir sprachen noch lange über Sinn, Ziel und Gewinn des Pilgerns, über die Pracht in Rom und das einfache Leben. Am Donnerstagnachmittag machten wir uns auf den Weg in das benachbarte Berthelsdorf. Der dortige Pfarrer führte uns durch die Kirche und zeigte uns das Zinzendorf-Schloß, das endlich renoviert werden kann. Hier nämlich war unter Zinzendorf die Wiege der Herrnhuter Brüdergemeine. Am Donnerstagnachmittag machten wir uns auf den Weg in das benachbarte Berthelsdorf. Der dortige Pfarrer führte uns durch die Kirche und zeigte uns das Zinzendorf-Schloß, das endlich renoviert werden kann. Hier nämlich war unter Zinzendorf die Wiege der Herrnhuter Brüdergemeine. Der zweite Ausflug führte uns zum Kaffeetrinken nach Ostritz und weiter zum Kloster Marienthal mit seinem Bibelgarten. An den Gebäuden beobachteten wir große Renovierungsmaßnahmen, die Klosterkirche haben wir uns gern angesehen. Auch der Freitagnachmittag lockte uns wieder hinaus. Der Hochwald war das Ziel. Warmer Sonnenschein und gute Sicht begeisterten uns. Lange verweilten wir hier oben. Auf dem Rückweg besuchten wir den Friedhof in Spitzkunnersdorf mit dem Grab von Vater Selunka. Unser Tagesausflug am Sonnabend begann mit dem Rennersdorfer Kleinbus. Die 1. Station war die kleine Stadt Weißenberg (gegr. 1228), weiter gings nach Bautzen. Bei einem Rundgang erfuhren wir vieles über die Stadt, ihre Geschichte und den Dom. In der sorbischen Gaststätte „Wjelbik“ kehrten wir zum Mittagessen ein, wurden freundlich mit Brot und Salz begrüßt. Dann ging es weiter zum Kloster Marienstern. Die schöne Anlage, die Klosterkirche und vor allem der gepflegte Klostergarten wollten uns gar nicht mehr loslassen. Am Sonntag feierten wir einen schönen Erntedankfestgottesdienst in der Berthelsdorfer Gemeinde. Darauf mussten wir von Herrnhut Abschied nehmen. Im Friedersdorfer „Blockhaus“ erwartete uns schon Tradition geworden ein gutes gemeinsames Mittagessen (Rouladen) zum Ausklang. Reiche Tage lagen hinter uns, die uns froh und dankbar stimmten. Der Termin für 2007 ist schon vereinbart worden: 16. 21. September.
Astrid Schönfeld
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© 2006 |
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