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Seit 1993 gibt es diese Ausfahrten, damals vorbereitet von Frau Wenzel. Seit 1996 wurde dann Herr Kühnert tätig, - also war es in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Man erinnerte sich der Orte Diesbar-Seußlitz, Frauenstein, Crostau, Mauersberg, Torgau, Görlitz, Most/CZ, Kloster Buch bei Leisnig und Kriebstein. Herr Kühnert ist dabei meist die Strecke vorher abgefahren. Diesmal fuhr der Bus (seit Jahren von dem Unternehmen Knaute) durch die Innenstadt von Dresden, den Dresdner Westen (mit Bramsch-Tunnel) über Freiberg, Marienberg ins mittlere Erzgebirge. Der Zielort Pobershau wurde dann doch erraten, allerdings kannte fast niemand „Die Hütte“. In diesem Haus, dessen Ausstellung wir bald ausführlich besichtigten, wurden wir zunächst in einer Kaffeerunde fürsorglich bewirtet. Interessant waren die Sprüche an den Wänden ehemalige Schaukastenplakate der Kirchgemeinde - , die Kinder und Jugendliche zum Thema hatten. Die Texte waren anrührend und einfühlsam. Danach aber besichtigten wir in der "Hütte“ die große Schnitzausstellung, das Lebenswerk des 80jährigen Gottfried Reichel. Ursprünglich hatte er nur für den Hausgebrauch geschnitzt, wie üblich im Erzgebirge. Doch seine Erfahrungen als Jugendlicher im Krieg und in der Gefangenschaft vertieften seinen Glauben und ließen in ihm, vor allem auch in seiner Arbeit mit Jugendlichen in der Pobershauer Kirchgemeinde in den 50ger Jahren, die Idee reifen, Geschichten aus der Bibel nachzugestalten. So entstanden über 300 Figuren, die auch schon in vielen Ausstellungen (so z.B. in der Kreuzkirche Dresden) gezeigt worden sind. Beim Gang durch diese Ausstellung stellten wir immer wieder erstaunt fest, wie viele biblischen Themen bearbeitet worden waren, was wir selbst wussten bzw. was in Erinnerung gerufen wurde. Anschließend erzählte Herr Reichel aus seinem Leben und den für ihn wichtigen Stationen, Erlebnissen und Einschnitten. So hatte er nach dem Krieg auch einen Kreis für junge Männer aufgebaut, denen er den Glauben in Verbindung mit seinen Erfahrungen nahe brachte. Uns kam die Idee, dass er auch vor jungen Menschen unserer Gemeinde sprechen könnte. Nach diesem eindrücklichen Besuch ging die Fahrt nach Dörnthal, wo wir die Wehrkirche sowie den Friedhof besichtigten. Der Wehrgang war am Gebäude außen sichtbar. Die Frau des Pfarrers wies uns auf die Besonderheiten der 1346 erbauten schönen Kirche hin (Kassettendecke mit Rosenmotiven; Flügelaltar mit den Heiligen Erasmus, Martin und Laurentius; Sandsteintaufe von 1610; lebensgroßer Kruzifixus aus dem 16. Jhdt.; Kanzel aus dem 17. Jhdt.). Zum Dachstuhl bzw. zur Glocke gelangten noch einige Kletterwillige. Nach einer von Herrn Selunka gehaltenen Andacht brachen wir wieder auf und fuhren Richtung Dresden nach Hetzdorf. In der dortigen „Sumpfmühle„ klang bei Essen und Trinken der Abend aus. Ein Bad wagten wir in dem am Haus liegenden Freibad nicht. Wir erfuhren aber, dass im Herbst Schlachtfeste stattfinden und der Gast auch Gläser mit Freisch- und Wurstwaren kaufen kann. Dankbar für die gute Organisation verließen wir gegen 22.00 Uhr den Bus in Dresden. Auch wenn wir Pobershau nicht erwanderten, brachte ich diesen schönen Tag mit dem Lied in Verbindung: „Geh aus mein Herz und suche Freud“. |
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© 2005 |
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